Mai 192011
 

Ob man eine Schnittstelle zum GIS (=Geographisches Informationssystem, also Software, die sog. Sachdaten wie Anschlussleistung, Vertragsstatus, Strangnummer im Lageplan verknüpft) braucht hängt sicher von der Größe des Projekts ab.

Tatsache ist, dass viele Menschen visuelle Typen sind und Informationen schneller erfassen können, wenn Sie graphisch aufbereitet sind. Eine Schnittstelle zum GIS bietet die Möglichkeit aus dem CRM (=Customer Relationship Management) Informationen schnell zu visualisieren. Dies ist vor allem oft bei der Präsentation des Projekts in Entscheidungsgremien wie dem Gemeinderat wichtig. Oft wird dies aber noch von Hand erledigt, d.h. im Lageplan die Grundstücke mit unterschiedlichen Farben schraffiert.

Mit einer automatisierten Schnittstelle lässt sich das wesentlich bequemer und professioneller erledigen. Ändert man in der Software den Status eines Kunden auf „Vertrag abgeschlossen“ aktualisiert sich automatisch auch die Darstellung im Lagepan.

Im Zuge der Netzplanung müssen oft viele Varianten durchgespielt werden. Diese Arbeit erfordert immer die Betrachtung verschiedener Trassenverläufe. Durch eine GIS-Schnittstelle kann man sehr schnell die Planungsdaten (z.B. Anschlussleistung und Anschlussgrad) für die einezelnen Varianten abrufen.

Andererseits stellt die Integration von zwei Systemen immer einen Aufwand dar. Gerade da in den Gemeinden oft schon ein GIS vorhanden ist müssen hier Anpassungen erfolgen.

Auch bei kleineren Netzen stellt sich vielleicht die Frage nach dem Nutzen des GIS für das Fernwärmenetz. Bei Netzen mit nur wenigen (unter 50) ist eine Schnittstelle zum GIS eventuell tatsächlich Luxus. Bei großen Netzen dagegen ein notwendiges Werkzeug.