Apr 152011
 

„Der“ aktuelle Trend der IT-Branche ist das sogenannte Cloud-Computing. (http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing). Ist es für Versorgungsunternehmen sinnvoll auf diesen Zug aufzuspringen und Anwendungen und Daten in die Cloud zu übertragen?

Sicherlich stellen solche Überlegungen interessante Ansätze zum Einsparen von Resourcen (Server, Speicherplatz, Backup usw.) dar. Aber für das Unternehmen stellen sich auch viele Fragen, die beantwortet werden müssen.

Welche Daten dürfen außer Haus gespeichert werden? Schließlich enthält die Datenbank sensible Daten der Kunden über Eigentumsverhältnisse, Bankdaten und Vertragsdaten. Kann der Anbieter der Cloud-Dienste alle Datenschutz-Richtlinien erfüllen? Hier ist sicher im Vorfeld eine ausgiebige Beschäftigung mit dieser Thematik notwendig.

Wie reagiert das Unternehmen, wenn die Daten nicht oder nicht mehr erreichbar sind? Solche Probleme können mit dem einfachen Ausfall der Internetverbindung, die bei kleinen und mittleren Unternehmen praktisch nie redundant ausgelegt ist, beginnen oder aber auch mit Serverausfällen beim Cloud-Anbieter zusammenhängen. Sicherlich bieten diese Anbieter eine potentiell höhere Ausfallsicherheit, aber im Falle eines Ausfalles kann der Kunde nicht selbst agieren sondern ist auf den Anbieter angewiesen.

Wie funktioniert das Backup der Daten? Können verschiedene Versionsstände rückgesichert werden? Verursacht das zusätzliche Kosten? Das Backup ist ein Thema, das bei kleineren Unternehmen oft stiefmütterlich behandelt wird. Hier kann das Speichern der Daten in der Cloud sicher einen Vorteil darstellen. Individuelle Backupstrategien sind dagegen nicht immer einfach zu realisieren.

Bevor ein Unternehmen den Schritt plant, die Daten und Anwendungen in die Cloud auszulagern sollte auf jeden Fall eine ausführliche Analyse der Vor- und Nachteile erfolgen.