Apr 052011
 

Die Frage, ob man den Grundpreis und Meßpreis pro Monat oder pro Jahr angibt mag im ersten Moment trivial klingen. Beim Automatisieren von Abrechnungen stellt sich aber schnell herraus, dass es eigentlich die saubereste Lösung wäre, einen Grundpreis pro Tag anzugeben. Denn nur so kann man eine taggenaue und damit gerechte Abrechnung für den Kunden erzeugen.

Folglich ist also die Angabe des Grundpreises pro Jahr in den Preisblätten die transparentere Variante, da man dann nur den Preis durch 365 teilen muss um auf den Grundpreis pro Tag zu kommen, lediglich bei Schaltjahren ist der Teiler 366 zu beachten. Die Angabe des Preises pro Jahr wird aber wegen der hohen Beträge gern vermieden, eine Angabe pro Tag ist auch nicht üblich.

Dass der Grundpreis pro Monat je nach Betrachtungsweise zu unterschiedlichen Ergebnissen führt soll folgendes Beispiel verdeutlichen:

Der Kunde schließt zum 14. 4. an, die Abrechnung erfolgt zum 31.10 des Jahres.

Variante 1: Man rechnet ab dem 14. 4. immer volle Monate, der erste Monat geht also bis zum 13.5., der zweite bis zum 13.6. usw. Im Oktober bleiben dann noch 14.10. bis 31.10. abzurechnen. Folglich muss man 6 Monate und 18 Tage dem Kunden in Rechnung stellen.

Varinate 2: Man rechnet vom 14.4. bis zum 30.4. 17 Tage ab und danach noch 6 Monate. In dieser Variante würden dem Kunden also weniger Kosten für den Grundpreis und den Meßpreis berechnet werden (17/30 < 18/31). Beim Anschluss im Februar fällt der Unterschied natürlich noch größer aus.

Welche der beiden Rechenvarianten in der Praxis eingesetzt wird, ist den Preisblättern oft nicht zu entnehmen. Beim Umsetzen der Preismodelle in automatische Routinen einer Software muss dies aber natürlich festgelegt sein und führt erfahrungsgemäß oft zu Unklarheiten.