Apr 162014
 

Um die Wartungsintervalle der Kundenanlagen einzuhalten und zu dokumentieren ist auf jeden Fall eine Datenbanklösung zu empfehlen. Diese sollte mindestens folgende Informationen bereitstellen:

  • Kundendaten: z.B. Vertragsnummer, Laufzeit des Vertrags, Adresse
  • Lage der Anlage
  • Technische Angaben: z.B. Zählernummer, Reglernummer, Busadresse, Hersteller, Stationsgröße
  • Datumsangaben: Einbaudatum, letzte Wartung, Eichdatum Zähler
  • Intervall für periodische Wartungen, genaue Anweisungen der periodischen Wartungen
  • Ansprechpartner: z.B. Kunde, Heizungsbaufirma, Anlagenhersteller
  • Dokumente: Bedienungsanleitung, Wartungsanweisungen des Herstellers, Schemen
  • Dokumentation der bisher durchgeführten Wartungen und Reparaturen
  • Auswertungen wie z.B. Wartungshäufigkeit gefiltert nach Hersteller

Idealerweise erfolgt die Erfassung von durchgeführten Arbeiten sofort vom Wartungspersonal. Nur durch eine derartige Dokumentation kommt der Betreiber der Anlagen seinen Organisationspflichten nach.

Sep 042013
 

In vielen Fernwärmeprojekten wird am Anfang mit verschiedenen Excel-Listen, Outlook-Kontakten und viel Papier gearbeitet. An eine systematische Datenerfassung wird aber oft erst bei der ersten (Jahres-)Abrechnung gedacht.

Dabei macht es durchaus Sinn von Anfang an an einer einheitlichen Datenbasis zu arbeiten. Dabei werden von Stufe zu Stufe die Daten verfeinert, der Datenbestand schärfer:

  • Zu Beginn wird eine Datenbank aus allen Gebäuden des in Frage kommenden Gebiets erstellt. Dies geschieht idealerweise anhand von georeferenzierten Adressen der Vermessungsverwaltung, da dann die Schnittstelle für einen Informationsaustausch mit dem GIS leicht möglich ist. Alle Gebäude sind deshalb wichtig, weil es nicht wesentlich mehr Aufwand darstellt, aber Möglichkeiten für eine Auswertung (z.B. Anschlussdichte) für schnelle Betrachtung von Varianten (doch Stadtgebiet XY versorgen) usw. ermöglicht.
  • Weitere Daten wie z.B. Wärmekataster aus Vorstudien, Verbrauchsdaten der Stadtwerke können von Anfang an mit den Daten verschnitten werden und liefern so wertvolle Informationen für die Konzepterstellung. Bereits in dieser frühen Phase kann mit Daten auf Gebäudeebene gearbeitet werden.
  • Vorverträge mit Großabnehmern, kommunale Liegenschaften, die auf jeden Fall versorgt werden sollen usw. werden sofort in der Datenbank hinterlegt und beeinflussen die Wirtschaftlichkeit und die weitere Planung.
  • Starten dann die Vertriebsaktivitäten greifen alle Beteiligten (Vertrieb extern oder intern, Geschäftsführung, Netzplanung, Sekretariat) auf die gleichen Daten zu, sehen wo schon was passiert ist und können Workflows organisieren.
  • Sollen Verträge für Wärmekunden erstellt werden, geht das schnell von der Hand, da alle relevanten Daten schon längst in der Datenbank erfasst sind. Die Beteiligten sehen sofort wo Verträge abgeschlossen sind, was ja durchaus für die Netzplanung und für die Geschäftsführung interessant ist.
  • Workflows zum Bau des Anschlusses, Abnahmeprotokolle usw. können auch mit Daten der Datenbank erstellt werden bzw. fügen dieser weitere Detailinformationen hinzu.
  • Nach der Inbetriebnahme des Anschlusses geht es erstmalig an die Abrechnung, die Hausanschlusskosten und Netzbeiträge werden abgerechnet. Da alle dafür notwendigen Informationen bereits erfasst sind ist dies nur noch ein kleiner Schritt. Jede Verzögerung bedeutet Verlust von Liquidität, die Dank der schnellen Abrechnung erhalten bleibt.
  • Im laufenden Betrieb können auf die Daten für Wartungsarbeiten, Netzoptimierungen usw. zurückgegriffen werden, all diese Daten fließen auch wieder in die Datenbank zurück.
  • Zu guter Letzt werden natürlich auch noch jährlich Abrechnungen erstellt.

Je früher man beginnt an einer einheitlichen Datenbasis beginnt desto geringer ist der Aufwand bestehende Daten zu importieren. Der Aufwand alles zu importieren, was zur Verfügung steht lohnt trotzdem allemal.

Sep 252012
 

Nah- und Fernwärmenetze müssen solide geplant, dokumentiert, akquisetechnisch erfasst und abgerechnet werden, um optimale Performance zu erzielen. Wenn Sie von Anfang an die Weichen richtig stellen, sichern Sie durch Optimierung der Investitions-, Wärmeverlust- und Betriebsführungskosten die Wirtschaftlichkeit Ihrer Geothermieanlage bzw. Ihres Biomasseheizkraftwerkes und des daran angeschlossenen Wärmenetzes.

Seien Sie auf unserem Praxisforum am 25.10.2012 in Tegernsee mit dabei und  finden Sie Antworten auf die folgenden Fragen:

>> Was sollte in den einzelnen Projektphasen beachtet werden, um die Wirtschaftlichkeit der Anlagen von Anfang an sicher zu stellen?

>> Mit welchen Tools und Softwaresystemen kann Durchgängigkeit im Lebenszyklus der Infrastrukturen (Planung – Akquise – Abrechnung) erzielt werden?

Das Praxisforum ist eine gemeinsame Veranstaltung der Firmen IB NEWS GmbH, netCADservice GmbH und der Somentec Software AG und für Sie kostenfrei.

Weiter Infos finden Sie hier: http://www.netcadservice.com/?Home:Aktuelles

Jul 202012
 

In den verschiedenen Phasen eines Fernwärmeprojekts ist es immer wieder notwendig, die Netzplanung zu aktualisieren. Dabei geht es um die Planung von Bauabschnitten, Dimensionierung von Strängen usw.

In diese Planungen sollten möglichst nahtlos die bisher im Projekt erhobenen Daten, wie z.B. ermittelte Anschlussleistung der Objekte (Gebäude) und die  Anschlusswahrscheinlichkeit (Vertrag abgeschlossen oder definitive Absage um  die beiden Gegenpole zu nennen) einfließen. All diese Informationen liegen ja in der Datenbanklösung, die für die Bereiche Kundenkontakte, Kalkulationen, Angebote, Verträge bis hin zur Abrechnung verwendet wird bereits vor und sollten natürlich auch für die Netzplanung genutzt werden.

Außerdem ist es wichtig, die Definition von Wärmeinseln (=durch andere Gebäude indirekt versorgte Gebäude) stets aktuell zu halten. Auch hier sind die Informationen, die der Vertrieb gewinnt wichtig für die Planung.

Mit netCADcrm (www.netcadservice.de) und ecoHeatNet (www.ib-news.de) gibt es eine Lösung für diese Fragestellung. Sicher sind auch Schnittstellen zu anderen hydraulischen Berechnungsprogrammen möglich, notwendig ist lediglich, dass diese eine Importmöglichkeit für Datenbank-Inhalte, z.B. als csv-Datei, bieten.

Apr 022012
 

In jedem Projekt stellt sich irgendwann die Frage, ob man bestimmte Dienstleistungen wie z.B. die Abrechnung oder den Vertrieb an externe Dienstleister auslagert. Gerade bei Projekten, wie z.B. Geothermie-Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein Fernwärmenetz vollkommen oder nahe zu neu aufzubauen ist dies schon aus Kapazitätsgründen oft der Fall, da das eigene Personal gerade in der Anfangszeit mit anderen Themen beschäftigt ist (z.B. Bohrung, Aufbau der Energiezentrale).

Die Einbindung von externen Dienstleistern wirft natürlich schnell die Frage auf, wo die Kundendaten zu speichern sind. Aus Sicht des Netzbetreibers ist es sehr empfehlenswert, dafür zu sorgen, dass er immer uneingeschränkten Zugriff auf diese Daten hat. Nur so kann er allen Anforderungen des Datenschutzes nachkommen und begibt sich nicht in Abhängigkeiten, die z.B. beim Wechsel des externen Dienstleisters nachteilig sind.

Feb 102012
 

Besuchen Sie uns auf der Messe GeoTHERM (http://www.geotherm-offenburg.de/) in Offenburg!

Am 01. und 02.03.2012 sind wir auf der Messe in Offenburg, Stand 117, anwesend. Hier können Sie sich über unsere Software netCADcrm – die Software zur Verwaltung von Fernwärmenetzen – informieren.

Die Firmen RIWA GmbH und IB NEWS GmbH werden ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand anwesend sein. Bei dieser Gelegenheit können Sie sich nicht nur einen konkreten Überblick über alle Möglichkeiten unserer Software verschaffen, wir beraten Sie auch gerne über die Möglichkeiten wie Sie unsere Software im Zusammenspiel mit der GIS-Software von RIWA oder mit der Planungs-Software EcoHeatNet von IB NEWS einsetzen können.

Sollten Sie eine vergünstigte Eintrittskarte benötigen, können Sie sich über nachfolgendem Link vergünstigte Eintrittskarten bestellen.
http://www.geotherm-offenburg.de/de/ermaessigter-eintritt

Aug 012011
 

Die Neufassung der AVBFernwärmeV vom 04.11.2010 sieht in §24 folgendes vor:

“ (1)   Der Energieverbrauch ist nach Wahl des Fernwärmeversorgungsunternehmens monatlich oder in anderen Zeitabschnitten, die jedoch zwölf Monate nicht wesentlich überschreiten dürfen, abzurechnen. Sofern der Kunde dies wünscht, ist das Fernwärmeversorgungsunternehmen verpflichtet, eine monatliche, vierteljährliche oder halbjährliche Abrechnung zu vereinbaren.

(2)  Fernwärmeversorgungsunternehmen sind verpflichtet, in ihren Rechnungen für Lieferungen an Kunden die geltenden Preise, den ermittelten Verbrauch im Abrechnungszeitraum und den Verbrauch im vergleichbaren Abrechnungszeitraum des Vorjahres anzugeben. Sofern das Fernwärmeversorgungsunternehmen aus Gründen, die es nicht zu vertreten hat, den Verbrauch nicht ermitteln kann, ist der geschätzte Verbrauch anzugeben.

…“

Diese Änderung bedingt für die Versorger, den Kunden eine Wahlmöglichkeit für andere Abrechnungsperioden einzuräumen und die Anforderung an die Abrechnungen Vergleichswerte des Vorjahres einzublenden.

Dies wirft aber einige Fragen auf:

Wenn ein Kunde beispielsweise von jährlicher Abrechnung auf vierteljährliche Abrechnung wechselt, muss man dann den Verbrauch des vergleichbaren Vierteljahres des Vorjahres einblenden? Man hat für diesen Vorjahreszeitraum ja eventuell gar keine Zählerstände vorliegen. Muss man diese Zälerstände schätzen? Nach welchem Verfahren?

Oder muss der Kunde i.d.R. nach dem Wechsel des Abrechnungsmodus ein Jahr warten bis er wieder Vergleichswerte in der Rechnung ausgegeben bekommt?

§25 der AVBFernwämrmeV regelt die Berechnung der Abschlagszahlungen:

„(1) Wird der Verbrauch für mehrere Monate abgerechnet, so kann das Fernwärmeversorgungsunternehmen für die nach der letzten Abrechnung verbrauchte Fernwärme sowie die für deren Bereitstellung und Messung Abschlagszahlung verlangen. Die Abschlagszahlung auf das verbrauchsabhängige Entgelt ist entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten Zeitraum anteilig zu berechnen. …“

Diese Regelung führt z.B. in Zusammenhang mit der quartalsweisen Abrechnung nach §24 zu folgender Situation:

In Q1 hoher Verbrauch –> hoher Abschlag für Q2

In Q2 niedriger Verbrauch –> Gutschrift der zuviel gezahlten Abschläge –> niedriger Abschlag für Q3

In Q3 ca. gleiche Werte wie Q2 –> Rechnung ok –> Abschlag bleibt niedrig für Q4

In Q4 hoher Verbrauch –> Nachforderung für zu geringe Abschläge –> hoher Abschlag für Q1

In Q1 ca. gleiche Werte wie Q4 –> Rechnung ok –> Abschlag bleibt hoch für Q2

Der Kunde erhält also immer im Sommer eine Gutschrift und muss immer im Winter Nachzahlungen leisten. Ist dies im Sinne des Kunden und des Fernwärmeversorgers?

Jun 282011
 

Beim Aufbau der Datenbank für Fernwärmeprojekte stellt sich regelmäßig die Frage, wie indirekt versorgte Objekte (= Gebäude) zu behandeln sind. Unter indirekt versorgten Objekten verstehen wir mehrere Gebäude, die über eine gemeinsame Heizzentrale versorgt werden (z.B. Wohnanlagen).

Wird die Datenbank aus georeferenzierten Adressen der Vermessungsverwaltung aufgebaut, was eine sehr effektive und sinnvolle Vorgehensweise ist, sind sämtliche Gebäude der Kommune in der Datenbank erfasst. Nun muss man natürlich noch innerhalb der Datenbank die Verknüpfung der indirekt versorgten Objekte zum hauptversorgten Objekt setzen. Das hauptversorgte Objekt ist das, in dem sich die Heizungszentrale befindet.

Schwierigkeiten tauchen in den frühen Projektphasen dadurch auf, dass ohne Informationen der Eigentümer oder Hausverwaltungen nicht bekannt ist, in welchem Gebäude sich die Heizungszentrale befindet. Dies ist bei größeren Liegenschaften aber durchaus interessant und hat Einfluss auf die Trassenführung in der Netzplanung.

Um die Wärmeinseln (= hauptversorgtes Objekt + indirekt versorgte Objekte) richtig zu erfassen müssen also einige Informationen vorliegen und ggf. durch Annahmen ergänzt werden. Werden hier aber schon früh die richtigen Informationen eingegeben und die Objekte verknüpft spart dies bei der späteren automatischen Vertragserstellung einiges an Arbeit.

Mai 192011
 

Ob man eine Schnittstelle zum GIS (=Geographisches Informationssystem, also Software, die sog. Sachdaten wie Anschlussleistung, Vertragsstatus, Strangnummer im Lageplan verknüpft) braucht hängt sicher von der Größe des Projekts ab.

Tatsache ist, dass viele Menschen visuelle Typen sind und Informationen schneller erfassen können, wenn Sie graphisch aufbereitet sind. Eine Schnittstelle zum GIS bietet die Möglichkeit aus dem CRM (=Customer Relationship Management) Informationen schnell zu visualisieren. Dies ist vor allem oft bei der Präsentation des Projekts in Entscheidungsgremien wie dem Gemeinderat wichtig. Oft wird dies aber noch von Hand erledigt, d.h. im Lageplan die Grundstücke mit unterschiedlichen Farben schraffiert.

Mit einer automatisierten Schnittstelle lässt sich das wesentlich bequemer und professioneller erledigen. Ändert man in der Software den Status eines Kunden auf „Vertrag abgeschlossen“ aktualisiert sich automatisch auch die Darstellung im Lagepan.

Im Zuge der Netzplanung müssen oft viele Varianten durchgespielt werden. Diese Arbeit erfordert immer die Betrachtung verschiedener Trassenverläufe. Durch eine GIS-Schnittstelle kann man sehr schnell die Planungsdaten (z.B. Anschlussleistung und Anschlussgrad) für die einezelnen Varianten abrufen.

Andererseits stellt die Integration von zwei Systemen immer einen Aufwand dar. Gerade da in den Gemeinden oft schon ein GIS vorhanden ist müssen hier Anpassungen erfolgen.

Auch bei kleineren Netzen stellt sich vielleicht die Frage nach dem Nutzen des GIS für das Fernwärmenetz. Bei Netzen mit nur wenigen (unter 50) ist eine Schnittstelle zum GIS eventuell tatsächlich Luxus. Bei großen Netzen dagegen ein notwendiges Werkzeug.

Apr 152011
 

„Der“ aktuelle Trend der IT-Branche ist das sogenannte Cloud-Computing. (http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing). Ist es für Versorgungsunternehmen sinnvoll auf diesen Zug aufzuspringen und Anwendungen und Daten in die Cloud zu übertragen?

Sicherlich stellen solche Überlegungen interessante Ansätze zum Einsparen von Resourcen (Server, Speicherplatz, Backup usw.) dar. Aber für das Unternehmen stellen sich auch viele Fragen, die beantwortet werden müssen.

Welche Daten dürfen außer Haus gespeichert werden? Schließlich enthält die Datenbank sensible Daten der Kunden über Eigentumsverhältnisse, Bankdaten und Vertragsdaten. Kann der Anbieter der Cloud-Dienste alle Datenschutz-Richtlinien erfüllen? Hier ist sicher im Vorfeld eine ausgiebige Beschäftigung mit dieser Thematik notwendig.

Wie reagiert das Unternehmen, wenn die Daten nicht oder nicht mehr erreichbar sind? Solche Probleme können mit dem einfachen Ausfall der Internetverbindung, die bei kleinen und mittleren Unternehmen praktisch nie redundant ausgelegt ist, beginnen oder aber auch mit Serverausfällen beim Cloud-Anbieter zusammenhängen. Sicherlich bieten diese Anbieter eine potentiell höhere Ausfallsicherheit, aber im Falle eines Ausfalles kann der Kunde nicht selbst agieren sondern ist auf den Anbieter angewiesen.

Wie funktioniert das Backup der Daten? Können verschiedene Versionsstände rückgesichert werden? Verursacht das zusätzliche Kosten? Das Backup ist ein Thema, das bei kleineren Unternehmen oft stiefmütterlich behandelt wird. Hier kann das Speichern der Daten in der Cloud sicher einen Vorteil darstellen. Individuelle Backupstrategien sind dagegen nicht immer einfach zu realisieren.

Bevor ein Unternehmen den Schritt plant, die Daten und Anwendungen in die Cloud auszulagern sollte auf jeden Fall eine ausführliche Analyse der Vor- und Nachteile erfolgen.